Stromvergleiche

Mit einem kostenlosen Stromvergleich kann man durch einen Wechsel des Stromanbieters eine Menge Geld sparen. Der Vergleich dauert nur wenige Minuten.

Bei Strompreiserhöhung Stromanbieter wechseln ( Sonderkündigungsrecht )

Was tun bei einer Strompreiserhöhung? Wie kann man den Stromanbieter wechseln?

Der Vertrag mit dem Stromanbieter ist ein zivilrechtlicher Vertrag. Beide Vertragspartner, also der Stromanbieter und der Stromabnehmer, einigen sich über die Stromlieferung. Zu den wesentlichen Vertragsbestandteilen gehören die Strompreise. Gemeint ist damit in erster Linie der Arbeitspreis. Das ist der Preis je Kilowattstunde, kurz KW/h. Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses waren sich beide Seiten über den Vertragsinhalt einig. Das war die Grundlage dafür, dass der Stromliefervertrag zustande gekommen ist. Daraus ergibt sich, dass eine Vertragsänderung nur dann wirksam werden kann, wenn beide damit einverstanden sind. Einseitig, also nur vonseiten des Energieversorgers, kann keine Vertragsänderung durchgesetzt werden.

Strompreise erhöhen ist eine gravierende Vertragsänderung

Wenn der Stromanbieter die Strompreise erhöht, beispielsweise den Arbeitspreis je KW/h, dann ist das eine gravierende Vertragsänderung. Der Endverbraucher als Vertragspartner kann dem zustimmen, er muss es aber nicht. Eine Zustimmung wird dadurch gegeben, dass die Änderung akzeptiert und die höheren Strompreise bezahlt werden. Wird der Vertragsänderung nicht zugestimmt, muss der Stromkunde aktiv werden. Dazu hat er ein sogenanntes Sonderkündigungsrecht. Die normale Kündigung ist im Vertrag vereinbart. Der läuft in der Regel ein Jahr und ist oftmals mit dem Kalenderjahr identisch. Der Stromkunde muss bei einem vorgesehenen Anbieterwechsel, ohne einen Grund für die Sonderkündigung, solange warten, bis er seinen Vertrag ordentlich, sprich vertragsgemäß kündigen kann. Das Sonderkündigungsrecht ermöglicht eine sehr kurzfristige Vertragskündigung. Auch sie ist im Stromliefervertrag vereinbart und beträgt in den meisten Fällen vier Wochen. In dieser Frist kann der Stromanbieter gewechselt werden. Damit ist gemeint, dass ein neuer, bestenfalls günstigerer Stromanbieter gefunden, und dass der bestehende Vertrag form- sowie fristgerecht gekündigt wird.

Neuen Stromanbieter mit Stromvergleich finden

Auf Onlineportalen im Internet werden kostenlose Möglichkeiten angeboten, um die Strompreise zu vergleichen. Nach wenigen Eingaben und einem letzten Mausklick wird ein Ranking von oftmals mehreren Dutzend Stromanbietern ausgewiesen. Auf einen Blick ist erkennbar, wie hoch der Arbeitspreis je KW/h bei jedem der angezeigten Stromanbieter ist, und welche Einsparung gegenüber dem erhöhten Strompreis möglich sein kann. Das sind oftmals jährlich mehrere hundert Euro. Bei einem solchen Stromvergleich im Internet werden auch die verschiedenen Sonderleistungen der Energieversorger angezeigt. Zu denen gehören Bonuszahlungen, Werbeprämien sowie andere Vergünstigungen. Bei der Vielzahl an bundesweiten Stromanbietern ist es buchstäblich ein Leichtes, einen günstigeren Stromanbieter zu finden.

Anbieterwechsel mit Sonderkündigungsrecht

Die Energieversorger machen ihre Kunden frühzeitig auf eine geplante Erhöhung der Strompreise aufmerksam. Spätestens dann, wenn sie in der Praxis realisiert wird, erhält der Endverbraucher darüber eine schriftliche Mitteilung. Sie ist gleichbedeutend mit einer Vertragsänderung, weil sich die Strompreise als ein wesentlicher Vertragsbestandteil ändern. Der Stromkunde macht alles richtig, wenn er jetzt innerhalb der vertraglichen Frist sein Sonderkündigungsrecht nutzt. Dabei kann er wenig oder gar nichts falsch machen, wenn er die richtige Form wählt. Er muss bei einem Wechsel des Stromanbieters, den bestehenden Vertrag form- und fristgerecht kündigen.
Formgerecht bedeutet schriftlich und eigenhändig unterschrieben. Die Kündigung muss derjenige innerhalb der Familie unterzeichnen, der den Vertrag unterschrieben hat. Nur diese Person ist der Vertragspartner. Sind das beide Eheleute oder zwei Lebenspartner, dann müssen sie auch gemeinsam die Kündigung unterzeichnen. Fristgerecht heißt, dass das Kündigungsschreiben innerhalb der Frist für die Sonderkündigung beim Energieversorger eingegangen sein muss. Der Kunde muss nachweisen können, dass der Stromanbieter die Kündigung erhalten hat. Dazu sollte das Kündigungsschreiben am besten per Übergabe-Einschreiben mit der Deutschen Post AG geschickt werden. Im Internet ist eine Sendungsverfolgung möglich, und die Empfangsbestätigung des Energieversorgers kann als Nachweis ausgedruckt werden.

Erst Neuvertrag abschließen, dann kündigen

Von der Reihenfolge her sollte, beim, wechseln des Stromanbieter, der bestehende Vertrag erst dann gekündigt werden, wenn ein neuer Folgevertrag übergangslos abgeschlossen worden ist. Für den Stromkunden besteht zwar kein Risiko, nicht mit Strom versorgt zu werden. Dazu ist der örtliche Grundversorger mit dem Grundtarif gesetzlich verpflichtet. Dieser Tarif ist jedoch deutlich teurer als der ausgesuchte günstigere Wahltarif. Im ungünstigsten Falle besteht zwar kein Stromausfallrisiko, wohl aber ein Strompreisrisiko. Stromkunden mit einer negativen Schufa, das heißt mit einem oder mehreren Negativeintragungen in der Schufa-Datenbank, haben einen dementsprechend niedrigen Schufa-Score. Im Einzelfall ist es nicht ausgeschlossen, dass ein Anbieterwechsel mit dem günstigen Wahltarif letztendlich nicht möglich ist. Um einer solchen Situation vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Frist für das Sonderkündigungsrecht vom ersten Tage an zu nutzen und auszuschöpfen.

Als Resümee bleibt festzustellen, dass auf jede Erhöhung der Strompreise mit einer Sonderkündigung geantwortet werden kann. Bevor das Kündigungsschreiben abgeschickt wird, sollte der neue Stromliefervertrag schriftlich vorliegen. Erst jetzt besteht die Rechtssicherheit eines nahtlosen Überganges des einen auf den anderen Stromliefervertrag. Der Strompreisvergleich im Internet ist die ideale, man könnte sagen einzige Möglichkeit, um unter einer Vielzahl von Stromanbietern das günstigste Angebot herauszufinden. Der anschließende Onlinewechsel ist denkbar einfach, wobei der Stromkunde die Sonderkündigung selbst, also eigenhändig vornehmen muss. Man kann also den Stromanbieter recht einfach wechseln.