Versicherungsvergleiche

Bei der Vielzahl an Unterschiedliche Versicherungen von der Haftpflichtversicherung, der Rechtsschutzversicherung, der Krankenversicherung, bis hin zur Hundehaftpflichtversicherung und vieler Anbieter kann man leicht den Überblick verlieren. Auch hier hilft ein Vergleich um einen günstigen Tarif zu finden.

Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll? Vergleichen!

Wozu eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Als Arbeitnehmer sollte man sich um seine Gesundheit besonders Gedanken machen, denn es kann schneller gehen, als man denkt: Die Berufsunfähigkeit kann jeden treffen!

Fast 20% aller deutschen Arbeitgeber müssen in der heutigen Zeit früher als geplant aus ihrem Berufsleben ausscheiden – dass dies weitreichende finanzielle Folgen hat, steht außer Frage. Wer ohne Lohn dasteht, sieht dann schnell seine ganze Existenz gefährdet. Vor allem im Alter zeichnen sich die drastischen Folgen schnell ab: Teure Reha-Aufenthalte, Kuren oder ein Pflegedienst sind teuer und dann häufig nur noch schwer aus eigener Tasche bezahlbar. Aus diesem Grund ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingt zu empfehlen. Bestätigt ein medizinisches Gutachten, dass der bisherige Beruf nicht mehr weiter ausgeübt werden kann, kommt die Versicherung für eine feste monatliche Rente auf.

Was man grundsätzlich über die Berufsunfähigkeitsversicherung wissen sollte

Ein wichtiger Aspekt gleich vorweg: Damit die Auszahlung der Rente im Ernstfall seitens der Versicherung erfolgen kann, ist es unbedingt anzuraten, den Vertrag vor dem Abschluss aufmerksam zu lesen. Ein bedeutsamer Punkt ist hier beispielsweise, dass die Versicherung nicht so einfach auf einen anderen Job verweisen darf.
Ist man nach dem 1.1.1961 geboren, besteht darüber hinaus unter Umständen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente. In diesem Fall wäre die finanzielle Leistung weitaus geringer – auch dies sollte berücksichtigt werden.
Fest steht: Das gesetzliche Modell reicht in den meisten Fällen absolut nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard aufrecht erhalten zu können. Deshalb raten Experten in der heutigen Zeit vermehrt zum Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie kommt bereits dann für die monatlichen Kosten auf, wenn man seinem bisherigen Beruf nur noch zu 50% ausführen kann. Eine solche Police gibt Sicherheit und ein ruhiges Gewissen.

Das Verweisungsrecht – und was dabei beachtet werden muss

Zugegebenermaßen ist es nicht immer leicht, die richtige Berufsunfähigkeitsversicherung für einen selbst zu finden. So stellen die Versicherungsgesellschaften dem Versicherten zunächst einige Fragen über seine Gesundheit, über bisherige Erkrankungen und Weiteres. Zählt man hier zu den sogenannten Risikopatienten, welche einen gesundheitsgefährdenden Beruf ausführen oder bereits vorher schwer erkrankt waren, wird es schwer, einen Versicherer zu finden. Daher lohnt sich der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung auch für junge Menschen so gut: Die Auswahl ist größer und man kann sich aus vielen Anbietern die beste Police aussuchen.

In einigen Fällen ist es dennoch rentabel, ein Verweisungsrecht anzunehmen, sofern die Konditionen der Versicherungsgesellschaft ansonsten stimmen. Ein Beispiel: Es kommt häufig vor, dass Versicherungsgesellschaften ab einer bestimmten Altersgrenze, die etwa bei 55 Jahren liegt, auf das Verweisungsrecht verzichtet. In so einem Fall kann die Versicherung die Leistungen nur dann verweigern, wenn der Patient einer anderen Tätigkeit nachgeht, die seinem bisherigen Berufsbild entspricht. Ebenfalls sollte vereinbart werden, dass die neue Tätigkeit dem bisherigen beruflichen Niveau entspricht: Hat man bisher in einer leitenden Position gearbeitet, muss man hinterher also nicht als normaler Angestellter tätig sein.

Festgelegt werden muss beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zudem, wie hoch die monatliche Leistung sein soll. Hier müssen sowohl die eigene Risikobereitschaft als auch die aktuellen Lebensumstände berücksichtigt werden. Als Faustregel gilt, dass die Leistung einer Berufsunfähigkeitsversicherung zumindest 75% des vormaligen Nettoeinkommens entsprechen sollte. Wer auch für seine Familie sorgen muss, sollte sich für eine höhere Summe entscheiden. Hat man entsprechende finanzielle Rücklagen, dann kann auch eine geringere Versicherungssumme gewählt werden.

Für Menschen, die bereits vor dem Abschluss der Versicherung schwer erkrankt waren und Probleme haben, eine passende Police zu finden, lohnt es sich, einen unabhängigen Versicherungsprofi zu konsultieren. Dieser kann helfen, wenn man aufgefordert wird, Zuschläge zu zahlen oder von der Versicherungsgesellschaft sogar abgelehnt wurde.

Übrigens: Meist ist es günstiger, die Berufsunfähigkeitsversicherung als Einzelpolice zu wählen und nicht mit anderen Absicherungsformen zu kombinieren. Wer eine Haftpflicht- oder Rentenversicherung abschließen möchte, erledigt dies am besten separat, dies ist in der Regel preiswerter.

Achten Sie im Vertrag zudem darauf, dass die Versicherung bereits dann die Beiträge auszahlt, wenn man bereits 6 Monate lang beeinträchtigt ist. Viele Versicherer leisten nämlich erst nach einem Jahr oder mehr. Weiterhin ist es wichtig, dass die Rente auch rückwirkend ausbezahlt wird und nicht erst dann, wenn die Berufsunfähigkeit bestätigt worden ist. Dies bringt enorme finanzielle Vorteile mit sich.

Die Vorteile und Nachteile einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Grundsätzlich liegt es natürlich auf der Hand, warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung so sinnvoll ist: Sie gibt nicht nur ein gutes Gewissen, sondern sorgt auch für eine optimale finanzielle Absicherung im Ernstfall.
Die vielen Vorzüge einer Berufsunfähigkeitsversicherung kommen dann am besten zum Tragen, wenn im Vertrag keine Verweisung, wie oben erläutert, festgeschrieben ist. In so einem Fall wird die Rente bereits bei einer Berufsunfähigkeit von 50% bezahlt.

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sollten allerdings auch einige Nachteile beachtet werden.
So kommt es vor, dass nicht alle Krankheiten von Versicherern abgedeckt werden und die Police im schlimmsten Fall gar nicht greift – so könnte es passieren, dass man zwar nicht weiter seinem bisherigen Job nachgehen kann, dafür aber keine Rente erhält und Probleme hat, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Diesem Risiko sollte man sich bewusst sein. Vorbeugen kann man aber trotzdem: Hier ist es von Vorteil, wenn für die Berufsunfähigkeitsversicherung ein Tarif gewählt wird, der so gut wie keine Erkrankungen ausschließt.

Welche Vorteile die Berufsunfähigkeitsversicherung gegenüber der Erwerbsminderungsrente aufweist

Es ist durchaus interessant, die Berufsunfähigkeitsversicherung und die gesetzliche Erwerbsminderungsrente genauer im Detail zu betrachten. So zeigen sich die Vorteile einer privaten Absicherung allein schon, wenn man sich ansieht, wie lücken- und mangelhaft die gesetzliche Versorgung heutzutage ist – zudem ist diese an äußerst strikte Richtlinien gekoppelt und daher insgesamt zu risikoreich für eine gute Absicherung im Falle der Berufsunfähigkeit. Wer zum Beispiel noch pro Tag zwischen drei und sechs Wochen einer beruflichen Tätigkeit nachgehen kann, erhält nur die halbe Erwerbsminderungsrente, welche rund 15% des bisherigen Nettolohns entsprechen – und das reicht für die meisten Menschen nicht zum Erhalten des bisherigen Lebensstandards.

Ebenfalls berücksichtigt werden muss hier: Oft handelt es sich nicht um eine Tätigkeit, welcher der bisherigen in irgendeiner Weise entspricht. Stattdessen entscheidet der Gesetzgeber, welche Arbeit für den Patienten noch zumutbar ist.

Voll erwerbsunfähig stuft das Gesetz einen berufsunfähigen Menschen erst dann ein, wenn er weniger als drei Stunden am Tag einer beruflichen Tätigkeit nachgehen kann. Und selbst dann ist nicht gewährleistet, dass der Staat finanzielle Unterstützung leistet. Die volle Erwerbsminderungsrente beträgt rund 30% des bisherigen Bruttoeinkommens. Aus diesen Gründen ist die Berufsunfähigkeitsversicherung in jeglicher Hinsicht rentabel.

Vergleich im Internet

Auch zu diesem Thema gibt es Versicherungsvergleiche Online. Zumindest kann man sich dort informieren und orientieren. Je nach Komplexität, wäre es vermutlich aber in manchen Fällen auch zusätzlich sinnvoll, einen Profi zu konsultieren.

Das Fazit

Wer sich umfassend gegen alle Risiken im Arbeitsleben absichern möchte, ist mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung am besten beraten. Man sollte nie vergessen, dass Erkrankungen oder auch Unfälle jederzeit auftreten können und einem im schlimmsten Fall in den finanziellen Ruin treiben können. Nicht nur für sich alleine, auch für seine Familie trägt man hier oft ein großes Risiko. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung hilft dabei, die gesetzliche Versorgungslücke zu schließen und bietet umfassende Sicherheit, wenn es um die Deckung der Kosten für den Lebensunterhalt geht.